Christin Gäbel

„[...] the question is not, Can they reason? nor, Can they talk? but, Can they suffer“ (Jeremy Bentham: 1781). Bereits als Kind stritt ich mit meiner Großmutter um die Kastration der Katzen auf unserem Hof und empfand den täglichen Umgang mit den "Nutztieren" (was für ein Unwort) als unerträglich. Mit 12 Jahren habe ich meine erste Petition gegen Pferdekutschen in New York eingeschickt. Damals fand ich einen Artikel über die Hintergründe in einer Zeitschrift. Es unterschrieben etwa 20 Leute. Das hatte mit effektivem Handeln noch nichts zu tun, jedoch war es mir schon immer wichtig, dass Tiere als leidfähige Wesen wahrgenommen werden. In meiner Jugend war ich viel auf Tierrechtsdemos unterwegs und habe mich immer mit meiner Musik an Tierethik-Veranstaltungen beteiligt. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass vieles oft nicht ganz zu Ende gedacht ist. Als ich mich tiefgehend mit dem effektiven Altruismus beschäftigt habe, merkte ich, dass dieser genau diese Lücke füllt, da er eine Brücke von weniger impulsivem zu effektivem Handeln baut. Mir geht es mittlerweile nicht mehr einfach um das Gefühl etwas Gutes zu tun, sondern ich will faktenbasiert wissen, was ich bewirke. Dabei interessieren mich die Themen Tierethik und Menschenrechte sowie die einflussreichen Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz, die leider noch sehr unterschätzt werden.